Enrico Glauber

Heini ist am 20.12.1928 in Toblach (Südtirol) geboren, wo er eine glückliche Kindheit immitten der Natur und bäuerischer Kultur verbracht hat. Er verstarb 2017. Im Jahr 1940, auf Grund politisch-sozialer Ereignisse (die in einem anderen Teil der Unda Geschichte geschildert werden) übersiedelte seine Familie nach Como, wo sein Vater die Unda Radio, die er 1925 in Toblach gegründet hatte, wieder aufbaute.

Mittel-und Oberschule besuchte Heini in Como, anschliessend die Technische Hochschule in Mailand, wo er 1954 den Doktortitel in Elektrotechnik erhielt. Seine Lehrzeit in Elektronik begann gleich danach bei der Firma Fernseh GmbH – eine der führenden Weltfirmen der professionellen Fernsehtechnik – in Darmstadt (BRD), erst in der Prüfabteilung, danach als Entwicklungsingenieur in der Abteilung Messgeräte. Dort lernte er die Fernsehtechnik kennen und erlebte den Übergang von der Röhrentechnik zur Transistortechnik (die integrierten Schaltungen kamen erst viel später).

Ende 1954 mit eigener Familie nach Como zurückgekehrt, übernahm er, nach zweijähriger Tätigkeit in einer anderen Branche, die Leitung der Entwicklung – vorerst mit nur 2-3 Technikern – bei der Firma Inelco (Industria Elettronica Comense), die sein Vater zusammen mit einem deutschen Partner für die Entwicklung und Fertigung von Bauteilen für die Fernsehindustrie gegründet hatte.

Sein Eintritt hatte den Zweck, die Entwicklung von elektronischen Geräte im Videobereich, vorerst von Bildgeneratoren für die Fernsehindustrie, später von Monitoren und Kameras für das technische Fernsehen zu starten. Deswegen und weil in der Inelco mehrere frühere Mitarbeiter der Unda arbeiteten, betrachtet er die Inelco als eine Wiedergeburt der Unda. Es waren damals Pionierzeiten, es gab wenige Vorbilder aber viele Anregungen aus denen konkrete Geräte entstanden, die zwar noch handwerklich, aber doch in beträchtlichen Stückzahlen gefertigt wurden.

Als zweite Wiedergeburt entstand die Inelco Elettronica Professionale, die sich ausschliesslich der professionellen Videotechnik widmete. Es wurden u.a. grosse Überwachungsanlagen geplant und in Italien und im Ausland installiert, die RAI (Radiotelevisione Italiana) stattete ihre Studios mit Inelco Monitoren aus, es begann die Entwicklung und Fertigung von Monitoren für die Informatik (IBM, Olivetti und Andere), es entstanden auch Videogeräten für die medizinische Diagnostik.

Als dritte Wiedergeburt entstand 1985 die Firma Ivitec (Inelco Videotecnica) welche die Aktivitäten im Videobereich fortsetzte. Es wurden Farbmonitore mit immer höherer Auflösung für Nichenmärkte gebaut, während die Konkurrenz des Fernen Ostens den eigenen Komputermonitoren immer weniger Spielraum liess.

Als vierte Wiedergeburt geht die Ivitec 1995 in die Eico (Elettronica Industriale Comense) über, die im Videobereich wichtige Positionen einnimmt: Überwachung im mobilen Bereich (Bahn, U-Bahn, Bus usw), in der Medizin (Monitore für Echographie und Radiologie) und im militärischen Bereich. In der Eico gab und gibt es noch Mitarbeiter, welche die ersten Schritte ihres beruflichen Lebens bei der Unda Radio in Como gemacht haben. Die verschiedenen Übergänge, von der Inelco bis zur Eico, hat Heini alle miterlebt, als Entwicklungs- Leiter am Anfang und dann als technischer Berater.

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