100 Jahre Unda Radio

Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen von Feierlichkeiten und neuen Chancen für Unda Radio.
Die Initiative zur Würdigung des hundertjährigen Gründungsjubiläums (22. August 1925) ging von Edith Strobl, Direktorin der Bibliothek Hans Glauber, aus. Unterstützt wurde sie vom Bildungsausschuss Toblach (Vorsitzender Andreas Walder) sowie vom Antique Radio Magazine.
Das Projekt, das kulturelle Vermittlung mit gesellschaftlicher Teilhabe verbindet, fand seinen Höhepunkt in der Entstehung eines Gedenkbandes und einer Sonderausstellung.


DIE ERÖFFNUNG

Am 22. August 2025, genau einhundert Jahre nach der Gründung, durchschnitt Frau Lisa Glauber, Tochter von Max Glauber, dem Gründer von Unda, das Band zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung. Die Entstehung des Unternehmens hatte in ihrer Zeit und an ihrem Standort eine starke regionale und gesellschaftliche Wirkung und leitete eine wirtschaftliche und soziale Öffnung ein, die bis heute nachklingt.
Zu diesem Anlass wurde der Dokumentarfilm „Unda Radio – Die Geschichte eines Pioniers“ (Regie: Cornelia Schöpf und Federico Campana) gezeigt. Zahlreiche Ehrengäste würdigten Unda in ihren Ansprachen.


DIE AUSSTELLUNG

Das eindrucksvolle Gustav-Mahler-Kulturzentrum in Toblach bildete den würdigen Rahmen für die Ausstellung.
Im Foyer im Erdgeschoss empfing ein Ölporträt des jungen Max die Besucher und leitete sie in den großen Saal im ersten Stock. Dort präsentierten sieben große, von kleineren unterbrochene Vitrinen historische Geräte und Dokumente. Ergänzt wurde das Ensemble durch zwanzig großformatige Tafeln, die als zentrale „Zeitachse“ durch den Saal verliefen und das Rückgrat der Ausstellung bildeten. Texte und Bilder dieser Tafeln veranschaulichten auf anschauliche Weise die Entwicklung von Unda im historischen Kontext.
Im Seitenkorridor erzählten drei weitere Tafeln die Geschichte der Familie Glauber anhand eines Stammbaums.
Den Abschluss bildete ein interaktiver Bereich, betreut vom RadioMuseumsVerein Südtirol. Freiwillige des Vereins führten durch die Ausstellung und boten ein Repair Café an: Beratung, technische Vorführungen und Hilfestellungen für Besitzer alter Radios, die ihre Geräte wieder zum Klingen bringen wollten.


DAS BUCH

Begleitend entstand ein Gedenkband, der im Rahmen der Feierlichkeiten vorgestellt wurde. Er vereint die Geschichte der Familie Glauber mit den sozialen und historischen Bezügen und beleuchtet zugleich die Entwicklung der Radioproduktion von Unda. Dabei wird die technologische und gestalterische Innovationskraft des Unternehmens hervorgehoben.
Mehrere Kapitel sind einer detaillierten Chronologie der Produktentwicklung gewidmet. Den Abschluss bilden persönliche Erinnerungen ehemaliger Mitarbeiter (oder ihrer Angehörigen), die Erlebnisse und Gefühle im Zusammenhang mit Unda schildern – berührende und authentische Zeugnisse.


DANKESWORTE VON LISA GLAUBER


Ich danke meinem Vater, der Unda gegründet hat, und den Arbeiterinnen und Arbeitern aus Toblach und Umgebung, die trotz der Schwierigkeiten der 1930er- und 1940er-Jahre die Grundlagen für das Unternehmen gelegt haben.
Ebenso danke ich allen Liebhabern alter Radios, die mit ihrer Leidenschaft die Erinnerung an die ‘glorreiche Unda’ lebendig gehalten haben und mich in die Spurensuche einbezogen haben – insbesondere: Alessandro und Mosè Battocchio, Marco Manfredini, Domenico Cramarossa, Marco Puccini, Nicolò Rubini, Cornelia Schöpf und Federico Campana.
Schließlich möchte ich all jenen danken, die mit ebenso viel Leidenschaft und Hingabe dieses Ereignis ermöglicht haben, weit über meine Erwartungen hinaus: Edith Strobl, Direktorin der Hans-Glauber-Bibliothek in Toblach; Andreas Walder, Vorsitzender des Komitees für lebenslanges Lernen; Alessandro Battocchio, Autor des Festbandes; Alex Pergher, Kurator der Ausstellung; Cornelia und Federico, Autoren des Dokumentarfilms; die Gemeinde Toblach; das Amt für Kultur der Autonomen Provinz; sowie das Gustav-Mahler-Kulturzentrum.
Und last but not least, die ihre Radios für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

                                               Lisa Glauber

ÜBER UNS IN DEN MEDIEN